22-Tonnen-Findling bei U5-Bauarbeiten geborgen

Die Bauarbeiten für die neue U-Bahn-Linie 5 in Bramfeld haben eine beeindruckende Überraschung ans Licht gebracht. In rund sieben Metern Tiefe stießen die Arbeiter im Bereich der künftigen Bramfelder Haltestelle auf einen gewaltigen Findling. Der Koloss aus Granit wiegt stolze 22 Tonnen und hat die Größe eines kleinen Gartenhäuschens.

Es handelt sich um ein Relikt aus der letzten Eiszeit, das in der Saale-Eiszeit vor rund 20.000 Jahren durch Gletscher bis nach Hamburg transportiert wurde. Um den Riesen sicher zu bergen, war Millimeterarbeit gefragt: Ein Spezialkran hob den Stein aus dem Schacht, damit die Bauarbeiten planmäßig fortgesetzt werden kann, wo die Schlitzwandarbeiten jetzt nahezu abgeschlossen sind.

Die U5 Baustelle im letzten Juni (Foto: L. Judt)

Nun stellt sich die spannende Frage nach der Zukunft des eiszeitlichen Rückkehrers. Der Findling soll dauerhaft einen würdigen Standort erhalten. Wir hoffen natürlich sehr, dass dieser Platz direkt hier bei uns in Bramfeld gefunden wird. Zudem wird noch nach einem passenden Namen für den 22-Tonner gesucht.

Mehr Informationen und imposante Bilder des Findlings sind auffindbar auf der Projektseite der Hochbahn.

Rückblick 2024 und Ausblick 2025: Die U5-Baustelle am Dorfplatz

Seit dem U5-Bauauftakt hat sich einiges getan. Die Baugruben entlang der geplanten U5-Strecke nehmen Gestalt an, auch bei uns in Bramfeld. Die Hochbahn hat kürzlich folgende Informationen veröffentlicht als Rück- und Ausblick.

Die Baustelle am Dorfplatz Ende letzten Jahres bevor es richtig losging (Foto: L. Judt)

Das wurde 2024 erreicht
Ein besonderer Erfolg war die Förderzusage des Bundes, die bis zu 75 % der Kosten für den ersten Abschnitt der U5 abdeckt – eine wichtige finanzielle Absicherung. Darüber hinaus wurde entschieden, die Strecke bis Borgweg zu verlängern, sodass ab 2033 die U5 von Bramfeld schon mal bis nach Winterhude fährt.

Das erwartet uns 2025
Im neuen Jahr geht es in eine entscheidende Phase:

  • Bramfelder Chaussee: Ab Januar 2025 wird die Chaussee für den Bau eines Fußgängertunnels von vier auf zwei Fahrspuren reduziert. Diese Einschränkung dauert bis Ende 2026.
  • Bramfelder Dorfplatz: Das Baufeld wird schrittweise auf die nördliche Seite des Platzes verlegt, wodurch der Dorfplatz ohne Schranken befahrbar bleibt.
  • Fabriciusstraße: Beginn der Arbeiten für einen Notausgang an der zukünftigen U5-Haltestelle.
  • Verkehrseinschränkungen: Der Mützendorpsteed wird ab Ende Januar bis Herbst 2025 zur Sackgasse, die nur von Norden befahrbar ist. Die Heukoppel wird von Februar bis Sommer 2025 zwischen Höhnkoppelort und Jahnkeweg gesperrt.

Aktuelle Informationen findet man stets auf der U5-Seite der Hochbahn. Zudem bietet die U5-Beauftragte der Hochbahn Tanja Taaks für Rückfragen jeden zweiten Dienstag im Monat um 10 Uhr und jeden vierten Dienstag im Monat um 16 Uhr eine Sprechstunde an in der Haspa-Filiale am Dorfplatz.