Stadtteilschule Bramfeld erhält Bertini-Preis für Zivilcourage

Große Anerkennung für ein starkes Zeichen aus unserem Stadtteil: Die Theaterkurse des 12. und 13. Jahrgangs der Stadtteilschule Bramfeld sind mit dem renommierten Bertini-Preis ausgezeichnet worden. Der Hamburger Preis ehrt jedes Jahr junge Menschen, die sich couragiert gegen Ausgrenzung, Unrecht und Gewalt einsetzen und wird stets am 27. Januar, dem Holocaust-Gedenktag, verliehen.

Prämiert wurde das multimediale Theaterstück „…weil ich NEIN sagte“, in dem die Schülerinnen und Schüler eindringlich verschiedene Formen von Gewalt gegen Frauen sichtbar machen, von psychischer und körperlicher bis hin zu digitaler Gewalt. Die Jury würdigt das Projekt als interaktives Erlebnis, das Betroffenen eine Stimme gibt, zum Nachdenken anregt und Mut macht, Grenzen zu setzen und einzugreifen, statt wegzusehen.

Die Preisverleihung fand im Ernst-Deutsch-Theater statt (Foto: Regina Jäck).

Der Bertini-Preis geht auf den Roman „Die Bertinis“ von Ralph Giordano zurück und richtet sich an junge Hamburgerinnen und Hamburger ab 14 Jahren, die sich für ein solidarisches und gleichberechtigtes Miteinander einsetzen. Ausgezeichnet werden Projekte, die Spuren vergangenen Unrechts sichtbar machen, sich gegen Diskriminierung stellen und Zivilcourage im Alltag lebendig werden lassen.

In diesem Jahr wurden insgesamt sechs Projekte mit dem Bertini-Preis geehrt, an denen zusammen 126 junge Menschen beteiligt sind. Neben der Stadtteilschule Bramfeld gehören dazu unter anderem das Theaterprojekt „Nie wieder!“ der Klasse 8d der Otto-Hahn-Schule in Jenfeld, eine Stolperstein- und Biografie-Arbeit zu jüdischen Schülerinnen am Helene-Lange-Gymnasium, ein Demokratieprojekt mit großem Banner am Friedrich-Ebert-Gymnasium sowie ein umfangreicher Aktionsmonat zur „Julius Hirsch Schule“ an der Berufsschule BS02.

Frühzeitige Beteiligung zum Bebauungsplan Bramfeld 75

Wie soll sich das Gebiet rund um den Bramfelder Dorfplatz in den kommenden Jahren entwickeln? Antworten auf diese Frage will das Bezirksamt Wandsbek gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern finden im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung zum Bebauungsplanverfahren „Bramfeld 75“. Die Veranstaltung findet am Montag, den 16. Juni 2025, um 18 Uhr im Forum der Stadtteilschule Bramfeld (Bramfelder Dorfplatz 5) statt.

An der Ecke vom Mützendorpsteed entstehen auch Ausgänge der U5 (Foto: L. Judt)

Das rund zwei Hektar große Plangebiet liegt im Herzen Bramfelds und wird im Süden von der Straße Bramfelder Dorfplatz, im Osten von der Straße Mützendorpsteed und im Norden und Westen vom Gelände der Stadtteilschule Bramfeld begrenzt. Mit dem geplanten Endhaltepunkt der neuen U-Bahnlinie U5 direkt vor der Tür eröffnet sich die Chance die Wohn- und gewerblichen Nutzungen zu verbessern.

Alle Interessierten sind eingeladen, sich frühzeitig zu informieren, Fragen zu stellen und Hinweise zu geben. Wer nicht persönlich teilnehmen kann, hat vom 9. bis 20. Juni auch online die Möglichkeit, sich zu beteiligen: https://bauleitplanung.hamburg.de (Verfahrensname: Bramfeld 75)